Montag, 4. November 2013


Selbst gemacht


Heute will ich euch ein prima Buch vorstellen. Es ist schon länger auf dem Markt und viele kennen es bestimmt schon. Aber ich fand es so inspirierend, dass ich es euch einfach zeigen MUSS.

"Hab ich selbst gemacht" von Susanne Klingner.

Ich las es im diesjährigen Sommerurlaub und nein, es ist KEIN ideales Buch für einen Urlaub, denn es hat mich unglaublich inspiriert. Man will aktiv werden und zwar sofort!
Am liebsten hätte ich direkt den Garten unseres Ferienhäuschens neu bepflanzt bzw. dort Gemüse ausgesät, ein Kleid genäht, Seifen hergestellt und vieles mehr.




Susanne Klingner beschreibt ihr Selbstmachjahr sehr authentisch, das hat mir besonders gut gefallen. Sie hat viel vor, schafft aber auch etliches nicht. Da es mir auch ständig so geht, fand ich das sehr sympathisch. Keine Super-Über-Woman, sondern eine ganz normale, arbeitende, reflektierte Frau. 

Das Buch hat mich so aktiviert, dass ich SOFORT (im Urlaub!! Da mache ich sowas sonst nie - okay, meist auch nicht Zuhause) angefangen habe, Brot zu backen. Ich war begeistert!! Leider ausschließlich ich. 



Mein Mann meinte nach meiner Brotback-Ankündigung (was eine echte Frechheit war) "Ich gehe jetzt mal zum Bäcker und bringe eine Baguette mit". Und das aß dann auch der Rest der Familie, während ich mit genießerisch gschlossenen Augen MEIN Brot frühstückte. 
Leider fand ich das Brot so lecker, dass ich es nahuzu alleine innerhalb von zwei Tagen aufaß und man nur von Glück sprechen, dass die Nordsee Ende August schon recht kalt ist  und man daher auch nicht zwingend eine Bikinifigur braucht.

Nicht dass noch jemand denkt ich wäre komplett brotberauscht gewesen und dem Geschmack meiner Familie wäre zu trauen. Ich habe das Brot dann Zuhause nochmal gebacken und Freunde eingeladen und sie fanden es alle ausnahmslos lecker!!!! (und nein, sie sind nicht einfach nur höflich, gell Andrea ;-))




Lustigerweise sah das Brot beim zweiten Mal völlig anders aus. War das wirklich nur das bißchen Vollkornmehl, dass ich zugegeben hatte?

Schlimm an dem Buch war nur, dass von einem mega-super-leckeren Stollen berichtet wird. Ich mache mir normalerweise nicht viel aus Stollen (esse eigentlich nur den meiner Mutter), geschweige, dass ich jemals einen selber backen wollte. 
Allerdings muß ich zugeben, dass ich bei Büchern sehr anfällig bin, was Essen und Trinken anbelangt. Ich kann Lukullisches förmlich aus den Büchern herausschmecken und ergo möchte ich das dann auch am liebsten sofort essen/trinken (fragt nicht wie es war, als ich in jungen Jahren die ganzen Highsmith-Krimis las, bei denen der Hauptakteur ständig Whiskey trinkt...).
Lange Rede kurzer Sinn, ich bekam SOFORT unbändigen Stollenappetit. 
Schlimm. Im SOMMER-Urlaub. Im AUGUST!

Aber nun wird es kalt, grau und immer dunkler und bald, ja bald werde ich nun endlich diesen feinen Stollen in Angriff nehmen. Was freue ich mich schon!




Fazit:
Für (konsumkritische, angehende) DIYler ist diese Buch absolut empfehlenswert. Idealerweise sollte man es jedoch lesen, wenn man gerade Urlaub ZUHAUSE macht. Dann könnte man direkt einiges umsetzen, denn natürlich gerät nach und nach etliches in Vergessenheit.



Inspirierte Grüße
Jutta 




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