Dienstag, 10. Dezember 2013



Traditionen


Früher habe ich mir rein gar nichts aus Traditionen gemacht. Im Gegenteil - war ja völlig uncool.

Doch seit ich Kinder habe, bekommen Traditionen und Rituale einen ganz neuen Stellenwert. 
Wenn ich an meine eigene Kindheit denke, erinnere ich mich besonders an das, was 
immer gleich gemacht wurde - an Rituale.




Und so beschlossen mein Mann und ich (als junge Eltern), dass wir zu Weihnachten auch Rituale schaffen wollten. Wir wollten einen Ablauf, der jedes Jahr gleich ist (ausgenommen natürlich man feiert mal woanders oder die Umstände lassen es nicht zu - starr soll es ja trotzdem nicht sein)




Bei mir Zuhause wurde der Weihnachtsbaum im Wohnzimmer immer heimlich von meinen Eltern 
am 23. aufgestellt und geschmückt und dann das Zimmer verschlossen. 
Geöffnet wurde es erst wieder an Heiligabend, nachdem wir gegessen hatten (ach, und was aßen die Erwachsenen immer laaaange) und ein Glöcklein ertönte.




Dann sind wir ins Wohnzimmer gegangen, welches nur durch denn wunderschön geschmückten Christbaum erleuchtet wurde. Für uns Kinder immer ein besonderer und aufregender Augenblick.




So haben wir es die ersten Jahre auch gehandhabt. Als unsere Tochter dann aber mit der Bitte kam, den Weihnachtsbaum mit uns zu schmücken, änderten wir es. Zum einen ist es eine Riesenfreude gemeinsam - in weihnachtlicher Stimmung - den Baum zu dekorieren und zum anderen ist es organisatorisch wesentlich einfacher. Wir müssen nicht erst abwarten, bis das Töchterlein (mittlerweile der Sohn auch) endlich eingeschlafen ist (was vor Heiligabend sowieso länger dauern kann) und dann schwitzen und hoffen, dass es auch nicht mehr aufwachen wird, sondern alles ist ganz entspannt.




Da sich dummerweise unser Esstisch ebenfalls im (verschlossenen) Wohnzimmer befindet, und in der Küche nur ein Mini-Mini-Tischchen steht, haben wir das "Wir-essen-heute-alle-gemeinsam-im Bett-Frühstück" am 24. eingeführt. Meine Tochter liebt es! Es ist für sie was ganz besonderes. 
(Für uns auch - wer mit 2 kleinen Kindern im Bett frühstückte, der weiß das!!)




Die folgenden Unternehmungen sind eine Mischung aus Vorbereitungen und Ablenkungsaktivitäten für die Kinder. Am Nachmittag werden dann die Vorbereitungen  eingestellt, sich schick gemacht und in die Kirche gegangen. Ab da steht der Tag ganz im Sinne des Genießens und  "Es-sich-gut-gehen-lassens".




Dieses Jahr wird es ganz besonders, denn meine Tochter spielt einen Engel (was sonst ;-)) beim Krippenspiel an Heiligabend. Ich bin schon sehr gespannt.




Ich hoffe meine Große glaubt noch möglichst lange an das Christkind. Es ist sooo schön! 
(Jaja, träum' weiter, Mama)



Den Fröbelstern hat übrigens meine Tochter gebastelt. Es ist so toll, was sie alles macht. Bald mehr davon...


Vorweihnachtliche Freudensgrüße
Jutta


1 Kommentar:

  1. Ja, Rituale sind für die Kinder ganz wichtig und auch wenn sie schon größer sind und wissen, wer das Christkind ist, an den Ritualen halten sie gerne fest...
    Liebe Grüße
    Kebo

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